Ombudsmann Sächsische Zeitung

Die Anfragen an den Ombudsmann kommen aus allen Richtungen. Der Chef einer Umweltorganisation beklagte sich, weil der Draht zu seiner Lokalredaktion gestört war: „Können Sie helfen?“ Der Ombudsmann vermittelte, jetzt gibt es wieder normale Arbeitsbeziehungen. Leser X fragte gerade, warum er wieder keine Antwort auf seine Hinweise von der Redaktion bekommen habe. Der zuständige Redakteur holte die Antwort nach. Und eben erst bat ein Regionalchef der Sächsischen Zeitung um Hilfe, weil ein wütender Autohausbesitzer, dessen Privathaus im Foto gezeigt wurde, mit ihm nicht mehr sprechen wollte. Mit dem Ombudsmann redete er. Nicht immer kann Olaf Kittel vermitteln, aber doch oft. Kittel war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion und verfügt über viel Erfahrung.

Foto (c) Robert Michael

Seit 2016 beantwortet Olaf Kittel zudem öffentlich eine Leserfrage in seiner Kolumne "Im Vertrauen", die jeden Sonnabend auf der Leserbriefseite erscheint. Darin werden Entscheidungsprozesse in der Redaktion erklärt, Vorurteile und falsche Auffassungen widerlegt, Fehler der Redaktion eingeräumt. Bei der Auswahl der Leserfragen arbeitet Kittel eng mit Leserredakteurin Kristina Grunwald zusammen, die für die Leserbriefseite verantwortlich ist.

Ebenfalls seit 2016 gibt es bei der Sächsischen Zeitung einen Leserbeirat, den der Ombudsmann führt. 15 Leserinnen und Leser, die sich für dieses Ehrenamt bewerben können, werden jeweils für zwei Jahre ernannt und treffen sich vier bis fünf Mal im Jahr für einen halben Tag. Sie diskutieren aktuelle Probleme der Redaktionsarbeit, übernehmen Blattkritiken einzelner Teile der Zeitung und diskutieren die Ergebnisse mit den zuständigen Redakteuren. Der Beirat erarbeitete gemeinsam mit der Redaktion Regeln für den Umgang mit Leserbriefen. Nach jeder Beratung informiert ein Beiratsmitglied die Leserschaft über die Ergebnisse.

Kontakt

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Olaf Kittel

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